Allgemeines.

Das Buch „Mirjam“ erschien im Jahre 1983. Eine Inhaltsangabe lässt sich auf zahlreichen Internetseiten finden, aber ganz grundsätzlich gibt es vor allem einen Inhalt: es geht um das Leben Jesu, wie es auch in den Evangelien steht. Handlungsstränge, Personenkonstellationen und Ereignisse stimmen mit den wesentlichen Niederschriften und Überlieferungen der verschiedenen Evangelisten überein. Das Besondere ist jedoch, dass alle Geschehnisse aus der Sicht einer Frau erzählt werden. Es ist Mirjam, die aus ihrer Perspektive erzählt und das Wirken Jesu beschreibt. Aus diesem Grund wird Luise Rinsers Buch auch als „Fünftes Evangelium“ bezeichnet, das Erste aus der Sicht einer Frau. Hier muss man jedoch ganz stark auf die Gattung des Buches verweisen. „Mirjam“ ist ein Roman, der explizite und detailgetreue Schilderung der Umstände enthält und diese mit Kundgebungen von Gefühlen verknüpft. Spannend ist, wie sich die Emanzipationsfrage des weiblichen Geschlechts durch die Geschichte zieht. Immer wieder scheinen Ideale einer Frau vermittelt zu werden, es geht folglich nicht nur um die Sicht einer Frau, sondern auch um die weiblichen Ansprüche an ein „erfülltes“ Leben. Diese Aspekte gilt es im Folgenden herauszuarbeiten und zu betonen.

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28. Januar 2014 von Hannah Grünenthal kursübergreifend 0

Webprojekt “Religions in Focus”

An der Universität Luzern gibt es auch ein Blog-Projekt, das versucht, eine Brücke der Kommunikation zwischen universitärem Arbeiten und der Öffentlichkeit zu schlagen:

http://www.religions-infocus.com/

Interessierten Menschen werden hier Themen aus dem Feld der Gegenwartsreligiosität nähergebracht. Grundlage für die Beträge sind Forschungs- und Lehrprojekte, die an der Universität Luzern durchgeführt werden – bislang gibt es Beiträge zu den Themen “Spirituelles Heilen”, “Bestseller der Esoterik” und “Trendreligion Christentum?”. Betreut wird das Projekt von Nadja Miczek, Oberassistentin am religionswissenschaftlichen Seminar der Universität Luzern. Sie wird massgeblich unterstützt durch engagierte Studierende der Religions- und Kulturwissenschaft aus Luzern.

 

Einleitung

Dieser Essay beschäftigt sich mit den postmortalen Vorstellungen und dem Transformationsprozess zwischen Leben und Tod, wie sie in dem Film „Die Geschichte des Brandner Kaspar“ dargestellt werden. Anhand einer kurzen Analyse sollen die wichtigsten Punkte des Films herausgearbeitet und im Folgenden erläutert werden.

Nach einer kurzen inhaltlichen Beschreibung, inklusive der Vorstellung der zwei Hauptpersonen, wird der Fokus auf die angedeuteten postmortalen Geschehnisse gelegt und im Weiteren die Bedeutung dieser analysiert.

Inhalt

Kaspar Brandner ist ein Büchsenmacher im Ruhestand. Seine Tochter und seine Frau starben beide recht früh, sodass er nun mit seiner Enkelin Nannerl auf einer Alm lebt. Als ihn vor seinem siebzigsten Geburtstag der Tod besucht (im Film Boandlkramer: von bayr. Boandl (Knochen) und Kramer (Krämer, Händler)), möchte dieser ihn direkt mit ins Jenseits nehmen. Kaspar Brandner gelingt es jedoch, den Boandlkramer durch Alkohol und Falschspielen dazu zu bringen, ihm noch 21 weitere Jahre auf der Erde zu geben. In Folge des Besuchs, wird die Figur Kaspar Brandner von neuer Vitalität erfasst und er beginnt auch wieder zu arbeiten.

Währenddessen versucht der Boandlkramer, seinen Fehler vor Petrus und dem Erzengel Michael zu verbergen.

Als seine Enkelin Nannerl durch die Beihilfe des Boandlkramers bei einer Verwechslung auf der Jagd stirbt, ist Kaspar Brandner verzweifelt und von tiefer Trauer durchzogen. Als ihm der Boandlkramer daraufhin das Angebot macht, sich das Paradies für eine Stunde anzugucken, nimmt er dieses an. Nachdem er dort auf seine bereits verstorbene Verwandtschaft trifft, beschließt er im Jenseits zu bleiben.

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