Archiv: 'Januar 2011'

27. Januar 2011 von ci2f3e hinduism-and-media2010 0

Lieder über Reis?!

von Anne Hellge

Ein Annäherungsversuch an Bollywood

Endszene. Flughafen. Ein muskulöser Held mit Schlaghose und determiniertem Blick nimmt in Zeitlupe Anlauf und überspringt die Sicherheitsabsperrung. Noch im Sprung ruft er aus tiefster Brust den Namen seiner Geliebten. Die Kamera schwenkt auf sie.

Sie dreht sich um – eine dunkeläugige Schönheit mit wehendem Haar. Ihre Augen werden noch größer, sie schlägt die Hände vor dem Gesicht zusammen, löst sich aus der Menge und rennt auf ihren Helden zu. Sie trifft ihn auf halbem Weg und fällt in seine starken Arme. Die Fluggäste lassen von ihren Gepäckstücken ab und verfallen spontan in Gesang und Tanz – mit ihnen das Terroreinsatzkommando, das den Helden in jeder anderen Welt über den Haufen geschossen hätte noch bevor zum Sprung ansetzt. Aber nicht hier. Denn hier sind wir in Bollywood. “Och nee..” denken nun sicher viele – die anderen dürfen hier weiterlesen. Artikel komplett lesen…

„Filming the Gods“ – werden Stars wirklich für Götter gehalten? Worin liegt der Unterschied der indischen Kinofilme gegenüber den amerikanischen Hollywood-Filmen? Was macht die Faszination für die Zuschauer aus? Rachel Dwyer hat sich mit diesem kaum erforschten Gebiet befasst und bietet einen Ausblick auf die Bedeutung der Religion in Film- und Fernsehen. Der folgende Text soll einige Ergebnisse dieser Arbeit aufzeigen und zum Verständnis dieses Phänomen beitragen.

Das Buch “Filming the Gods” von Rachel Dwyer beschreibt die Rolle und Darstellung der Religion im indischen Kino und zeigt dabei, dass die Beziehung zwischen dem Modernen und dem Traditionellen im heutigen Indien nicht fremdartig ist, sondern zum täglichen Leben gehört. Im Hauptaugenmerk steht hier das Hindu-Kino wie zum Beispiel Bollywood, jedoch konzentriert sich das Buch auch auf andere Aspekte des indischen Kinos. Rachel Dwyers Diskussion umfasst das Mythologische, das Aufopfernde und Gott-ergebene, das Soziale sowie die muslimische Kultur Indiens. Eine weitere Rolle spielt die filmische Darstellung anderer Religionen mit ihren Glauben und Praktiken. Insgesamt ist das Buch „Filming the Gods“ zum einen eine Anleitung der Filmanalyse in religiösen Kulturen und zum anderen ein historischer Überblick der indisch-religiösen Filme. In der Einführung zeigt Dwyer, dass sie die Aspekte behandeln möchte, die die Vermittlung der religiösen Praktiken in den Medien zeigen und diese in den Kontext des indischen Kinos setzen.

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von Lukas Döhle und Sebastian Ihle

Im Rahmen unseres Seminars ”Is Online Fellowship Real?” an der Universität Bremen, haben wir uns mit dem Thema Online-Kirchen mit speziellem Augenmerk auf die Church Of Fools auseinandergesetzt. Zunächst ist zu dieser Online-Kirche im Allgemeinen zu sagen, dass sie ähnlich wie ein Computerspiel funktioniert, bei dem der Besucher in die Rolle eines sogenannten Avatars schlüpft. Dieser ist graphischer Stellvertreter des Anwenders und hat in diesem Fall frei wählbares Geschlecht und Kleidung, sowie zwölf verschiedene ethnische Merkmale. Mit diesem Avatar betritt der Benutzer eine virtuelle Kirche im klassischen Sinne mit Kirchenbänken, Kanzel, Säulen und einem Altar. Des weiteren kann man eine Krypta betreten, in der man an  Gruppengesprächen mit anderen Besuchern teilnehmen kann. Neben der normalen Chat-Funktion ist der Avatar in der Lage, verschiedene Gesten auszuführen, wie z.B. Bekreuzigen, Niederknien, Händefalten usw. Zur Veranschaulicheung ist folgend ein Videolink einer Predigt von 2004 eingebettet:  http://churchoffools.com/view-clips/np_240.html

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