Archiv: 'März 2011'

von  Lena Smolianinova

Begriffe wie Datenautobahn, Infobahn, globales Dorf, Telepolis, Datenmeer, Cyberspace und virtuelle Realität sind typische Metaphern, die mehr oder weniger geeignet sind, das Spezifikum des neuen Medienraums Internet zu erfassen.

Die Vermehrung von Ideen kann auch zur Vermehrung von Problemen führen. Computer helfen uns dabei, Dinge schneller zu erledigen, die wir ohne Computer vielleicht gar nicht hätten erledigen müssen, vermutet Peter Glaser in seinem Blog. Das Medium Internet ist zwar relativ neu, aber manche damit verbunden Probleme mögen alt sein. Sich im Cyberspace zu bewegen impliziert demnach ethisch relevante Entscheidungen. Wem diese Ausgangsthese als evident und ohne weiteres einleuchtet, der wird die traditionellen ethischen Fragestellungen unmittelbar auf die neuen technisch generierten Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten ausdehnen und anwenden. Gleichzeitig wirft das Internet neue, bisher nicht verhandelte ethische Fragestellungen auf. Artikel komplett lesen…

17. März 2011 von pgrv8u christliches-web2010 1

Diskursanalyse

von Elisa Engelien

Diskursanalyse – ein Begriff der fast Jedem etwas sagt und bei dem Wenige genau wissen, was er wirklich bedeutet. In den Geisteswissenschaften ist er allgegenwärtig und so werde ich in diesem Blog versuchen, ihn verständlich und anwendbar zu machen.

Ich, Elisa Engelien, studiere Religionswissenschaft und Kulturwissenschaft an der Universität Bremen im dritten Semester und widme mich dem Thema der Diskursanalyse im Rahmen des Seminars „Is Online Fellowship Real? Christliche Web 2.0-Anwendungen als religionswissenschaftlicher Gegenstand und religionsgeschichtliche Quelle“.

Diskurs

Um zu verstehen, was der Begriff „Diskursanalyse“ bedeutet und wie man bei der Durchführung dieser vorgeht, muss man zunächst klären, was ein Diskurs überhaupt ist. Was ist es, das man da zu analysieren versucht? Der Diskursbegriff, der in diesem Kontext zugrunde liegt, wurde vor allem von Michel Foucault d(1926-1984) geprägt. Hier hat der Begriff eine weitere Bedeutung als nur die der „Diskussion“, wie es häufig in den Medien und im alltäglichen Sprachgebrauch scheint. Nach Seifert ist ein Diskurs das, „worüber in einer Gesellschaft gesprochen wird, was als Problematik und Thema verhandelt wird und was zur kollektiven Sinnproduktion beiträgt“ (Seifert 1992: 270). Dabei sind bestimmte Machtstrukturen und Interessen einerseits Grundlage des Diskurses und werden andererseits durch diesen erzeugt. Man kann den Diskurs auch in einen historischen Zusammenhang bringen und ihn als einen „Fluss von >sozialen Wissensvorräten< durch die Zeit, der aus der Vergangenheit kommt, die Gegenwart bestimmt und in der Zukunft in (…) modifizierter Form weiterfließt“ (Jäger, 1999: 136), beschreiben.  Richtet man sich nach diesen Definitionen von Diskursen, kann man sich vorstellen, dasseine Analyse dieser ein umfangreiches Unterfangen ist, für das es keine einheitliche Methodik gibt. Zudem gibt es unterschiedliche Arten von Diskursen, die Interdiskurse, sowie die Spezialdiskurse. Artikel komplett lesen…