Archiv: 'Juli 2011'

Sowohl der Buddhismus als auch der Hinduismus kamen vermutlich etwa im 4./5.  Jh. n. Chr. aufgrund des verstärkten Seehandels zwischen Indien und China nach Indonesien. Sie wurden auf Java nicht direkt übernommen, sondern an die lokalen Bedürfnisse angepasst. Die wenigen vorhandenen Quellen dieser Frühzeit beziehen sich jedoch hauptsächlich auf die Staatsreligion, so dass weitgehend unklar bleibt, welche religiösen Formen im Alltag des Volkes praktiziert wurden.

Die Ausbreitung des Buddhismus wurde vor allem von buddhistischen Mönchen vorangetrieben. Diese hatten ihre Lehre schon vor dem 5.  Jh. n. Chr. entlang der Landhandelswege, die sich vom mediterranen Raum bis nach Zentralasien und China ausdehnten, verbreitet. Mit Aufkommen des intensiven Seehandels zwischen Indien und China eröffneten sich für die Mönche neue Reisemöglichkeiten. Aufgrund der wiederkehrenden starken Monsunwinde mussten viele Handelsschiffe auf ihrem Weg für längere Zeit auf Java Halt machen. Der buddhistische Mönch Gunavarman bekehrte bei einem seiner Aufenthalte auf der Insel im frühen 5.  Jh.  n. Chr. einen javanesischen König. Zudem passierten viele buddhistische Pilger auf ihrer Reise von China zu den buddistischen heiligen Stätten in Indien die Insel und beeinflussten die dortige Ausbreitung der Religion weiter.

Weniger deutlich nachzuvollziehen sind die Anfänge des Hinduismus auf Java. Frühe Quellen zeigen, dass im 4.  Jh.  n. Chr. lokale Stammesführer das im Hinduismus vorgestellte Konzept königlicher Herrschaft attraktiv fanden, was vermutlich damit in Zusammenhang steht, dass sie etwa zur gleichen Zeit versuchten, ihren Machtbereich über die Grenzen des eigenen Stammes hinaus auszudehnen. Hinduistische Herrschaftskonzepte stellten dafür eine Rechtfertigungsmöglichkeit dar. Der erste König, der nachweislich hinduistische Ideen aufgriff, war der Herrscher Purnavarman. Dieser markierte sein Territorium mit Skuplturen seiner Fußabdrücke. In einer dazu gehörenden Inschrift werden diese Fußabdrücke mit denen des Gottes Vishnu verglichen.

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Im Rahmen des religionswissenschaftlichen Filmabends 2011 zum Thema „Religion und Autorität“ wurde diese Fernsehdokumentation von dem Historiker Jobst Knigge, der Kommunikationsdesignerin Britta Mischer und der Produzentin Tita von Hardenberg (Interview zum Film) gezeigt. Die von der Kobalt Productions Film- und Fernseh Gmbh (für RBB/ARD) produzierte 43-minütige Dokumentation will auf das Phänomen „Christlicher Fundamentalismus in Deutschland“ aufmerksam machen.

http://www.youtube.com/watch?v=Us77WKaPuvw

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Hinduistische Gottheiten erreichten Japan zusammen mit der Einführung der Lehre des Buddhismus im 6. Jahrhundert und sind wichtiger Bestandteil der religiösen Geschichte Japans. Die Bekannheit hinduistischer Gottheiten in Japan ist vor allem zurückzuführen auf zwei einflussreiche japanische Sekten (Shingon und Tendai), die hinduistische Gottheiten in ihren Tempeln verehrten. Ebenso bedeutsam ist die Honji Suijaku. Diese Hypothese wurde von japanischen Mönchen propagiert und besagt, dass der lokale Pantheon eine Manifestation buddhistischer Gottheiten ist, und diese Gottheiten wiederum sind hinduistischen Ursprungs. Artikel komplett lesen…