Archiv: 'September 2011'


Was passiert, wenn der Mensch stirbt? Was passiert mit den menschlichen Überresten? Ist das Leben nach dem Tod beendet? Ist der Tod vielleicht doch nur der Übergang in eine andere Seinsform?

Ich wage zu behaupten, dass dies die zentralen Fragen sind, die eine Kultur oder eine Religion versuchen muss zu beantworten, in der Vergangenheit, in der Gegenwart, wie auch in der Zukunft. Menschen haben zu jeder Zeit die Erfahrung gemacht, dass sie nicht alles, was in der Welt passiert, erklären können. Der Tod eines Menschen stellt dabei eine ganz entscheidende Erfahrung dar. Eine geliebte Person stirbt und ist damit nicht mehr zugänglich, man kann nicht mehr mit ihr kommunizieren, keine Zeit mehr mit ihr verbringen. Unter Umständen kann dies eine sehr schmerzvolle Erfahrung sein, die der Mensch nicht einfach so akzeptieren kann. Religionen liefern ganz unterschiedliche Ansätze und Bewältigungsstrategien. Ich habe bei außerkirchlichen Bestattungen heutzutage erlebt, dass selbst diese nicht von einer Endgültigkeit des Todes reden können. Selbst weltliche Trauerredner versuchen mit der Aussicht auf ein Wiedersehen Trost zu spenden. Es gibt Menschen, die an eine Wiedergeburt in einem anderen Körper, Tier oder einer Pflanze glauben, andere an einen Himmel und Hölle, andere glauben wiederum an ein Nirwana oder die Erlösung aus dem Leid der Welt. Postmortalitätsvorstellungen können sehr unterschiedlich aussehen, sind abhängig vom kulturellen Kontext und unter anderem können sie einem durchschnittlichen Mitteleuropäer sehr abwegig vorkommen. Im Seminar „Postmortalitätsvorstellungen“ in diesem Sommersemester an der Universität Bremen haben wir versucht, uns verschiedenen Traditionen zu nähern und diese zu verstehen. In diesem Blogeintrag möchte ich nun versuchen, zwei Ansichten gegenüber zu stellen; die der Germanen und die der Kelten. In diesen beiden Volksgruppen treten teilweise die gleichen Phänomene und kleinere Ähnlichkeiten auf, so dass man fast der Ansicht sein könnte, dass es sich um die gleichen Überzeugungen handelt.

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von Bianca Stock, Dimitrios Kotrotsos, Tjark Raabe & Stefan Scheel

“Verkünden will ich denn, was mir der Heiligste nannte als das Wort, das zu vernehmen den Sterblichen am meisten fromme; ‘Wer ihm [Zarathustra] um Meinetwillen Gehorsam und Achtung bezeigt, gelangt zu Heil und Unsterblichkeit durch Guten Geistes Werke!- [also sprach Er,] der Allweise Herr” [YASNA, 45,5]

Die mit weltweit etwa 200.000 Anhängern eher bedeutungslos anmutende Größe der zoroastrischen Gemeinde steht in keinem Verhältnis zu ihrer Bedeutung in der Religionsgeschichte. Bleibt die historische Verortung durch die Quellenlage auch weiterhin umstritten, so kann ein möglicherweise wechselseitiger Einfluss auf andere Religionen dennoch nicht von der Hand gewiesen werden (bspw. Totenauferstehung, eschatologischer “Fahrplan”, dämonischer Antagonist). Als prägend sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung eines dualistischen Weltbildes (Gut und Böse; abhängig von zeitlicher Entwicklung und emischer Perspektive: moderne Parsis bspw. betonen den monotheistischen Aspekt ihrer Religion), eines Individual- als auch Kollektivgerichtes nach dem Tode (nach rein “moralischen” Kriterien) sowie die Erwartung einer messianischen Erlösergestalt am Ende der Zeiten und das ewige Leben in einer erneuerten Schöpfung anzusehen. Der Fokus dieses Blogeintrags soll auf postmortalen Zuständen im Zoroastrismus liegen.

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Yoga.  Jeder, der dieses Wort hört, weiß etwas damit anzufangen. Doch nur wenige kennen die Bedeutung, die es in indischen religiösen Traditionen hat. Die überwiegende Mehrheit denkt bei Yoga an eine Sportart, die aus Indien stammt und Ähnlichkeit mit Gymnastik hat. Dieses Missverständnis ist sehr wahrscheinlich dadurch entstanden, dass sich die Yogaformen, die hier in den westlichen Sportstudios betrieben werden, dem Westen angepasst haben. Durch diesen Artikel möchte ich diese Missverständnisse aufklären und nicht nur den Ursprüngen des Yoga auf den Grund gehen, sondern beschreiben, wie Yoga in Indien betrieben wird.

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