07. Mai 2011 von Kerstin Radde-Antweiler postmortalitaet2011 0

Postmortalitätsvorstellungen

Was kommt nach dem Tod, was ist überhaupt der Tod und wann kann ein Mensch als tot bezeichnet werden. Auf den ersten Blick scheint v. a. die letzte Frage in der heutigen Zeit leicht zu beantworten, wurde doch im Rahmen der Organtransplantationsdebatte der sog. Hirntod als feststehende Todesdefinition in der Medizin eingeführt. Wie sieht es aber in anderen Kulturkreisen aus? Die diversen religiösen Traditionen geben ganz unterschiedliche Antworten auf diese Fragen. Aber auch in Deutschland lassen sich in den gesellschaftlichen Debatten über Themen wie Organtransplantation, Sterbehilfe usw. unterschiedliche Positionen und Vorstellungen ausmachen, die einem einheitlichem Bild – wie es die Einführung der Hirntoddefinition suggeriert – widersprechen: Vgl. beispielsweise die Artikel der FAZ, der TAZ oder  andere. Es wird deutlich, dass Konzeptionen und Vorstellungen von ‚Tod’ und ‚Sterben’ keine Attribute einer conditio humana präsentieren, sondern kulturell und gesellschaftlich konstruiert sind und dynamischen Prozessen unterliegen.

Das Seminar wird sich exemplarisch verschiedenen religiösen Traditionen widmen und diese auf postmortale Vorstellungen befragen. Aber auch in den modernen Massenmedien erfreut sich das Thema „Tod“ mit Serien wie „True Blood“ und „Twilight“ großer Beliebtheit und wird mit in den Untersuchungsbereich einbezogen werden.Was kommt nach dem Tod, was ist überhaupt der Tod und wann kann ein Mensch als tot bezeichnet werden. Auf den ersten Blick scheint v. a. die letzte Frage in der heutigen Zeit leicht zu beantworten, wurde doch im Rahmen der Organtransplantationsdebatte der sog. Hirntod als feststehende Todesdefinition in der Medizin eingeführt. Wie sieht es aber in anderen Kulturkreisen aus? Die diversen religiösen Traditionen geben ganz unterschiedliche Antworten auf diese Fragen. Aber auch in Deutschland lassen sich in den gesellschaftlichen Debatten über Themen wie Organtransplantation, Sterbehilfe usw. unterschiedliche Positionen und Vorstellungen ausmachen, die einem einheitlichem Bild – wie es die
Einführung der Hirntoddefinition suggeriert – widersprechen. Es wird deutlich, dass Konzeptionen und Vorstellungen von ‚Tod’ und ‚Sterben’ keine Attribute einer conditio humana präsentieren, sondern kulturell und gesellschaftlich konstruiert sind und dynamischen Prozessen unterliegen.

Das Seminar wird sich exemplarisch verschiedenen religiösen Traditionen widmen und diese auf postmortale Vorstellungen befragen. Aber auch in den modernen Massenmedien erfreut sich das Thema „Tod“ mit Serien wie „True Blood“ und „Twilight“ großer Beliebtheit und wird mit in den Untersuchungsbereich einbezogen werden.