Archiv: 'April 2012'

von Stephan Schicke

Wenn wir an das Alte Ägypten denken, denken wir zunächst an Pyramiden, gottgleiche Pharaonen und einen großen Mumienkult, der mit der Entdeckung des Grabes von Tut-Ench-Amun durch Howard Carter und spätestens durch die Aufarbeitung des “Fluchs der Mumie” in einschlägigen Genres der Unterhaltung an Bekannt- und Beliebtheit gewann. Was wir aber – wenn überhaupt – erst auf den zweiten Blick sehen ist, dass sich eben diese Kulte, unsere ersten Assoziationen mit Ägypten, fast ausschließlich um das Thema „Tod“ drehen. Der Tod stand den Ägyptern im Leben teils näher als das Leben selbst. Im Leben wurde schon auf den Tod hingearbeitet. In der monumentalen Weise, wie es heute noch in Ägypten zu sehen ist, war dies allerdings nur dem König, dem Adel und hohen Beamten vorenthalten. Ein einfacher Bauer oder Händler konnte sich keinen solchen Totenkult mit Pyramide oder Grab wie im Tal der Könige leisten.

Tal der Könige [1]

Artikel komplett lesen…

von Insa Käppler und Bastian Wienekamp

Siva ist einer der bedeutsamsten Götter im Hinduismus. Zusammen mit Brahma und Visnu formt Siva eine wichtige Einheit der wohl am höchsten angesehen Götter des hinduistischen Pantheons. Artikel komplett lesen…

Banner für den Kurs Hinduistische Tradtionen und Gottheiten in Literatur und Medien im WS 2011/12

von Christoph Rahn

Die mythologische Figur der Göttin Satī (auch bekannt als Dakșayanī) findet Erwähnung in vielen heiligen Texten des Hinduismus. Neben dem wohl bekanntesten indischen Epos, dem Mahābhārata, behandeln vor allem die altindischen Geschichtswerke, die Purānas, den Mythos der treuen Ehegattin Śivas und deren Wirken und tiefgreifendes Empfinden für moralisches Verhalten. So gilt sie – wie nur wenige andere Charaktere in der hinduistischen Literatur – als Sinnbild für Aufrichtigkeit, Mut und Rechtschaffenheit gegenüber sozialer Ungerechtigkeit und patriarchalischer Unterdrückung.

In den Purānas erscheint ihre Geschichte in unterschiedlichster Art und Ausprägung und es gestaltet sich schwierig, ein homogenes Bild zu entwerfen. Ihr Charakter und ihre Handlungsweise zeigen sich ambivalent und in hohem Maße abhängig von geographischen und religionsgeschichtlichen Einflüssen der jeweiligen Erzählung. Dennoch aber lassen sich Parallelen in den Erzählungen feststellen. Vor allem das Kālikāpurāna erweist sich als aussagekräftige Quelle, um wesentliche Charakterzüge Satīs zu skizzieren. Es zeichnet einerseits das Bild einer gefühlvollen und treuen Gefährtin. Auf der anderen Seite aber auch den Charakter einer kraftgeladenen Göttin, die stürmisch agiert und wütend bestraft… Artikel komplett lesen…