Kategorie: 'BiblischeFigurenMMM2011'

von Seval Oguz und Neele Körner

Das Drama „Maria aus Magdala- von der Liebe berührt“ (Originaltitel „Magdalena released from shame“) wurde von Nardine Productions gedreht und produziert. In dem Film wird die Geschichte von Jesus aus der Sicht der Maria aus Magdala erzählt.

Maria ist von einem bösen Geist besessen, doch dann begegnet ihr Jesus und er heilt sie von dieser Besessenheit. Von da an folgt Maria Jesus und wird Zeugin seiner Wunderheilungen. Sie begleitet ihn drei lange Jahre, bis zu seiner Kreuzigung. Ihre Reise und Erlebnisse berichtet Maria aus Magdala in diesem Film.

Handlung

Maria erzählt ihren Freundinnen die Geschichte von Jesus, dem Messias. Sie beginnt mit der Schöpfungsgeschichte und der Sünde von den ersten beiden Menschen Adam und Eva. Ferner schildert sie, wie ein Engel vor Maria erschienen ist und ihr prophezeit hat, dass sie das Kind Gottes austragen wird. Joseph, Maria und Jesus (als Baby) begegnen dem Propheten Simion und dieser erzählt ihnen, dass Maria wegen Jesus sehr viel Leid ertragen wird. Hier stellt sich bei den Freundinnen von Maria aus M. die Frage, wie Maria ohne Beischlaf schwanger werden konnte. Maria aus M. versucht ihnen zu erklären, dass Jesus‘ Empfängnis ein Wunder ist.

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von Daniel von Frieling

Methodik

Vom lateinischen Nomen receptio „Aufnahme“, „Annahme“ und dem dazugehörigen Verb recipere „aufnehmen“ hergeleitet (vgl. Wahrig; 1997; S. 1032), bezeichnet Rezeption unter anderem die Aufnahme, beziehungsweise das Verstehen literarischer Werke durch den Rezipienten.[1] Im Gegensatz zur Rezeptionsästhetik, die die Wirkung eines Kunstwerks auf den Betrachter fokussiert, bezeichnet Rezeptionsgeschichte die historische Rekonstruktion der Wirkung eines Kunstwerkes zu verschiedenen Zeiten, an unterschiedlichen Orten, auf ein ‘bestimmtes Publikum’ (vgl. Wahrig; 1983; S. 382). Die rezeptionsgeschichtliche Methode betrachtet somit die Beurteilung eines Kunstwerkes zum Zeitpunkt der Entstehung und Veröffentlichung (synchron), wie auch historisch (diachron). Das Urteil der Rezipienten kann deshalb unterschiedlich ausfallen (vgl. Stückrath, 1979, S. 24 f.). Als ‘empirische Mittel’ im ‘Bezugssystem der Erwartung’, welche die psychologische Reaktion, wie auch das subjektive Vorverständnis der Leser (‘transsubjektiver Horizont’) ergründen sollen, nennt Jauß das ‘Vorverständnis der Gattung’, die ‘Form und Thematik zuvor bekannter Werke’ und den ‘Gegensatz von poetischer und praktischer Sprache’. Jauß betont hierbei ein ‘dialogisches Verhältnis’, dass er zwischen Werk und Publikum situiert (vgl. Jauß, 1970, S.171 ff.). Der Gegensatz von ‘ poetischer und praktischer Funktion der Sprache’ erzeuge einen Gegensatz von ‘Fiktion und Wirklichkeit“, demzufolge

„der Leser ein neues Werk sowohl im engeren Horizont seiner literarischen Erwartungen als auch im weiteren Horizont seiner Lebenserfahrungen wahrnehmen kann“ (vgl. Jauß, 1970, S.177).

„Die Art und Weise, in der ein literarisches Werk im historischen Augenblick seines Erscheinens die Erwartungen seines ersten Publikums einlöst, übertrifft, enttäuscht oder widerlegt, gibt offensichtlich ein Kriterium für die Bestimmung seines ästhetischen Wertes [A.d.V.: auf synchroner Analyseebene] her“ (vgl. Jauß, 1970, S.177f.).

Der Autor reagiert deshalb zum einen kreativ auf den zeitgenössischen Betrachter und tritt weiterhin als Rezipient in Erscheinung, dessen Eigenleistung als Produkt vorangegangener Rezeptionen unter Anwendung der rezeptionsgeschichtlichen Methode betrachtet wird. Da Marianne Fredriksson biblische Motive aus Gen 2,4b-4,17 in ihre Erzählung integriert, stellt sich für eine rezeptionsgeschichtliche Analyse des Romans Eva die Frage, welche Elemente die Autorin rezipiert bzw. nicht-rezipiert oder transformiert hat. Anhand der so illustrierten Fredriksschen Transformation der biblischen Vorlage könnten die beobachteten Rezeptionsmuster im Rahmen weiterführender Studien synchron wie diachron analysiert und interpretiert werden und möglicherweise den ästhetischen Wert des Untersuchungsgegenstandes ergründen. Im Rahmen dieser Ausarbeitung sollen einzig biblische Rezeptionsmuster des betreffenden Romans herausgearbeitet werden, welche die Autorin rezipierte, nicht-rezipierte bzw. transformierte.

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von Lisa Vanessa Lamm und Ann-Christin Gerrietzen

Videoportale – Millionen von User besitzen bereits ein Konto von einer solchen Plattform. Sie laden selbstgedrehte Filme ins Netz hoch, wandeln Musikclips- oder Filmausschnitte in internettaugliche Videoformate um und stellen so diese zur Ansicht bzw. zum Herunterladen ins Portal. In den 2000er sind die Videoplattformen immer mehr und mehr populär geworden und werden öfters besucht als andere Websites. Es gibt mittlerweile mehr als 40 Videoportale im Internet. Die meisten unterscheiden sich nur von der Darbietung, dem Userkreis oder den Inhalten. Einige spezialisieren sich auf Dokumentationen oder Musik, andere wiederum auf TV- Serien. Da viele gratis sind, schalten die Anbieter der Plattformen regelmäßig Werbung vor den Filmen.

In einer Onlinestudie vom ZDF und ARD würden Personen ab 14 Jahren befragt, wie oft sie Videoplattformen nutzen. Die Statistik bildet die Nutzung von Videoplattformen zu Nutzung von Videoplattformen im Internet in den Jahren 2007 bis 2011 ab. Im Jahr 2010 nutzten 34 % der Befragten Videoportale im Netz. Youtube gehört mit mehr als täglich 110 Millionen angeklickten Videos zu den meist genutzten Plattformen im Netz. Mit einem Marktanteil von 29% haben es Konkurrenten schwer. MyVideo, Clipfish oder Yahoo Video versuchen eine Alternative zu Youtube zu bieten. Manche möchten sich mit Spezialisierungen aus der großen Masse abheben, andere kopieren eher das Konzept des weltweit größten Anbieters. Doch dieser Blogeintrag ist nicht dazu da über die verschiedene Videoplattformen zu schreiben, sondern soll einen kurzen Einstieg zu unserem eigentlichen Thema bilden. Im Religionsseminar „Weiblichen Figuren in den modernen Massenmedien“ diskutierten wir lange über die Figur der Maria aus Magdala. In unserem Blogeintrag beschäftigen wir uns daher mit dieser Figur im Medienverbund Internet am Beispiel von Videoplattformen.

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