
Fragestellung und Vorgehen
In diesem Essay wird die Handlungsanalyse nach FAULSTICH1 auf den Film Salomon und die Königin von Saba angewendet, deren Ziel ist es, eine exemplarische Handlungsanalyse einer Anfangssequenz des Films zu erstellen. Wir beginnen mit einer kurzen Inhaltsangabe des Films sowie einer Kritik. Danach wird die Methode der Handlungsanalyse erläutert, um in Form eines ausschnitthaften Film- und Sequenzprotokolls praktisch umgesetzt und abschließend betrachtet zu werden. Artikel komplett lesen…

Eine visuelle Analyse
von Marieke Förster und Jeanette Meyer
In unserem Artikel beschäftigen wir uns mit der Analyse des Visuellen im Film „Maria aus Magdala – Von der Liebe berührt“ (Originaltitel: „Magdalena Released From Shame“ aus dem Jahre 2006). Als Leitfaden nutzen wir das 4. Kapitels aus dem Buch Film- und Fernsehanalyse von Knut Hickethier.
Produziert wurde der digitale Film von den sehr unbekannten Nardine Productions in Zusammenarbeit mit Inspirational Film. Inc.. Der eigenen Aussage der Nardine Productions nach, möchten sie den Menschen mit ihren Filmen deren eigene Spiritualität und Emotionalität näher bringen. Allerdings ist „Maria aus Magdala – von der Liebe berührt“ der einzige für uns auffindbare Film dieser Produktionsgesellschaft. Angeblich wird ein weiterer Film geplant.
Hervorzuheben ist bei dieser Produktionsgesellschaft, dass sie in ihrem Vorspann behaupten, dass der Film auf wahren Begebenheiten nach Berichten von Augenzeugen, den Evangelisten, basiere und das tatsächliche Geschehen von vor 2000 Jahren berichte. Sie lassen des weiteren verlauten, dass es eigentlich niemandem möglich sei, die Rolle des Jesus zu spielen, da niemand dessen würdig ist. Um die von Maria von Magdala im Jahre 40 n. Chr. in Palästina erzählte Geschichte des Lebens Jesu darzustellen, müsse allerdings ein Schauspieler eingesetzt werden. Die hier spielenden Darsteller sind allesamt eher unbekannt, oder haben womöglich kleine Neben- oder Statistenrollen in Filmen gespielt. Aber das lässt sich durch Internetrecherchen nicht mit Sicherheit feststellen.
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Im September 2007 erschien das Buch Komm, sei mein Licht – Die geheimen Aufzeichnungen der Heiligen von Kalkutta (Kolodiejchuk; 2007), welches erstmals einen tiefen und intensiven Einblick in die Gedankenwelt Mutter Teresas gewährte. Die in dieser “bewegenden Chronik einer langen spirituellen Reise” – wie es im Klapptext heißt – zusammengeschnürten Tagebucheinträge und persönlichen Briefe berichten von einem starken Gefühl der Gottverlassenheit und Trostlosigkeit Mutter Teresas und warfen so ein neues Licht auf die Frau, die als emsige Arbeiterin für die ärmsten der Armen große Berühmtheit erlangte. Dieser vermeintliche Wiederspruch lieferte Führsprechern und Kritikern reichlich Zündstoff für Diskussionen und bedurfte einer Erklärung. (vgl. Wehr; Der ‘Engel der Armen’ hatte Glaubenszweifel; TheEpochTimes; 2007 & Roß; Keine Liebe, kein Glaube; Zeit-Online; 2007)
Am 26.08.1996 erschien ein Interview in der Zeitschrift Der Spiegel. Auf die Frage: “Hatten Sie jemals Zweifel an Ihrem Glauben und an Ihrer Arbeit?”, antwortete Mutter Teresa: “Wenn man sein Leben Gott gewidmet hat, kann es keine Zweifel mehr geben. Denn er bestimmt über alles. Das Leben ist Liebe, und die Frucht dieser Liebe ist Frieden. Das ist die einzige Lösung für alle Probleme der Welt.” (Wer anderen hilft, fühlt liebe; Spiegel-Online; 1996) Und doch liefert das Buch Komm, sei mein Licht (Kolodiejchuk; 2007) den Beweis, dass Mutter Teresa oft unter dem Gefühl von Gottverlassenheit litt.
Maria Magdalena Koller widmet sich in der Dokumentation Mutter Teresa – Heilige der Dunkelheit (2009/2010; unter diesem Link in der ZDF-Mediathek online anzusehen) der Frage, wie diese vermeintliche Gegensätzlichkeit, von äußerer treuer Nachfolge und innerer Zerrissenheit, zu verstehen ist und liefert so ein Porträt der wahrscheinlich berühmtesten Ordensschwester der Welt.
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