Es gibt viele Versuche zu erklären, was Tantra ist. Es gibt Leute, die versuchen zu erklären, was Tantra im ursprünglichen Raum, also Indien, bedeutet. Dann gibt es aber auch Leute, die im Westen versuchen, diese religiöse Strömung zu erklären. Wenn man also fragt, was Tantra nach Francis King ist, muss man als erstes einmal sagen, dass Francis King kein eingeweihter indischer Tantriker ist, sondern ein westlicher Betrachter vom Tantrismus. Dabei muss man bedenken, dass er westliche Tantratraditionen genauer angeschaut hat.

Er sagt, dass Tantra vor allem ein Weg des Handels ist und seine Gültigkeit damit steht und fällt, ob die versprochenen Wirkungen eintreten. Tantra sei eine Technik, oder mehr noch ein System, von miteinander verknüpften Techniken (Vgl. Tantra als Selbsterfahrung,  S.21).Eine große Rolle spielt, nach King, die Dualität bzw. die Polarität, die sich seiner Meinung nach in vielen Aspekten zeigt. Bereits die Anatomie des Menschen zeige einen Grundgedanken der Welt. Es sei auffällig, dass unser Körper dual angelegt ist, äußerlich mit z.B. zwei Augen, zwei Beinen oder zwei Händen, sowie innerlich mit z.B. zwei Nieren oder zwei Herzklappen. Er verlangt nicht, dass man diesem eine mystische Bedeutung zuweist, sondern es geht ihm erst mal nur darum, dass diese Dualität existiert.  Er sagt aber auch, dass man bei ein paar Organen, die doppelt angelegt sind, einen „schwachen Abglanz des von Shiva und Shakti dargestellten ewigen „Schöpfungsreigen“” erkennen könnte. Das beutet in diesem Fall, dass die Einzelstücke der Organe nicht völlig unabhängig arbeiten, sondern dass sie durch ihre Koexistenz besser arbeiten. Man kann mit einem Auge sehen, doch die Sehqualität durch ein zweites Auge verbessert sich enorm. Artikel komplett lesen…

von Marit Langheim

Die Balinesen nennen ihre Insel “Pulau Dewata”, was soviel bedeutet wie “die Insel der Götter”. Googelt man “Bali” allerdings, erscheinen in erster Linie Informationen für Touristen und Bilder von Stränden, Reisplantagen, Regenwald oder Hotelanlagen. Erst wenn man etwas genauer hinschaut, tauchen vereinzelt Bilder von Tempeln und Beiträge zur Religion Balis, dem Hinduismus, auf. Was also verbirgt sich hinter der Fassade des Urlaubsparadieses und damit hinter dem Namen “Pulau Dewata”?

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by Anne-Kathrin Gaida

At the workshop ‘Religious Authority between 0 and 1: Power and Authority in the Times of the Internet’ with Pauline Hope Cheong, Stef Aupers and Bettina Gräfin in Groningen, I was able to get some insights into reflections related to the concept of ‘authority’ which seem to be very interesting for the project I am currently working on, as it is about a group that seems to be constantly struggling with ‘authority’, ‘legitimacy’ and the boundaries and limitations of it. The group names itself OCG (Organische Christus Generation – ‘Organic Christ Generation’(loosely translated)) and is a religious community from Switzerland. In public discourse, this group is often placed within a debate about ‘sects’, both, from the media and from institutionalised religious experts, such as the relinfo.ch, a so-called ‘informational service’ of the evangelic church in Switzerland.

Central to this community is the person Ivo Sasek, the founder of the OCG, and his family. Ivo Sasek sees the world as a kind of holistic organism in which every human being has to fulfil his or her role to make the whole organism work. Centre of this global organism is God in the person of Jesus Christ. Basic principle of the OCG is the acceptance of God as the leader of mankind and to subordinate oneself completely to his will.

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