Schlagwort: 'ahriman'

von Stephan Schicke

Wenn wir an das Alte Ägypten denken, denken wir zunächst an Pyramiden, gottgleiche Pharaonen und einen großen Mumienkult, der mit der Entdeckung des Grabes von Tut-Ench-Amun durch Howard Carter und spätestens durch die Aufarbeitung des “Fluchs der Mumie” in einschlägigen Genres der Unterhaltung an Bekannt- und Beliebtheit gewann. Was wir aber – wenn überhaupt – erst auf den zweiten Blick sehen ist, dass sich eben diese Kulte, unsere ersten Assoziationen mit Ägypten, fast ausschließlich um das Thema „Tod“ drehen. Der Tod stand den Ägyptern im Leben teils näher als das Leben selbst. Im Leben wurde schon auf den Tod hingearbeitet. In der monumentalen Weise, wie es heute noch in Ägypten zu sehen ist, war dies allerdings nur dem König, dem Adel und hohen Beamten vorenthalten. Ein einfacher Bauer oder Händler konnte sich keinen solchen Totenkult mit Pyramide oder Grab wie im Tal der Könige leisten.

Tal der Könige [1]

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von Bianca Stock, Dimitrios Kotrotsos, Tjark Raabe & Stefan Scheel

“Verkünden will ich denn, was mir der Heiligste nannte als das Wort, das zu vernehmen den Sterblichen am meisten fromme; ‘Wer ihm [Zarathustra] um Meinetwillen Gehorsam und Achtung bezeigt, gelangt zu Heil und Unsterblichkeit durch Guten Geistes Werke!- [also sprach Er,] der Allweise Herr” [YASNA, 45,5]

Die mit weltweit etwa 200.000 Anhängern eher bedeutungslos anmutende Größe der zoroastrischen Gemeinde steht in keinem Verhältnis zu ihrer Bedeutung in der Religionsgeschichte. Bleibt die historische Verortung durch die Quellenlage auch weiterhin umstritten, so kann ein möglicherweise wechselseitiger Einfluss auf andere Religionen dennoch nicht von der Hand gewiesen werden (bspw. Totenauferstehung, eschatologischer “Fahrplan”, dämonischer Antagonist). Als prägend sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung eines dualistischen Weltbildes (Gut und Böse; abhängig von zeitlicher Entwicklung und emischer Perspektive: moderne Parsis bspw. betonen den monotheistischen Aspekt ihrer Religion), eines Individual- als auch Kollektivgerichtes nach dem Tode (nach rein “moralischen” Kriterien) sowie die Erwartung einer messianischen Erlösergestalt am Ende der Zeiten und das ewige Leben in einer erneuerten Schöpfung anzusehen. Der Fokus dieses Blogeintrags soll auf postmortalen Zuständen im Zoroastrismus liegen.

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