Schlagwort: 'bestattung'

17. Januar 2012 von Rosanna Mihm postmortalitaet2011 0

Und was kommt nach dem Tod?

Kam man schon bei den Germanen in ein Paradies? Wie sieht ein Leben nach dem Tod im Hinduismus aus? Wann gilt ein Mensch überhaupt als ‚tot’? Auf diese und noch einige Fragen mehr kann man im folgenden Text hoffentlich eine Antwort finden.

Artikel komplett lesen…

Bestattung und Bestattungsriten sind über die Jahrtausende und Jahrhunderte hinweg eine mit dem Tod fest verankerte und nicht wegzudenkende Verbindung geworden. Dieses Essay soll versuchen die Bestattungsriten der beiden größten Weltreligionen miteinander zu vergleichen und ihre Tradition einander gegenüberzustellen.

Allgemeines zum Tod

Für die meisten Menschen ist der Tod in erster Linie eine nicht zu-erfassende Sache, ein Ding könnte man sagen, dass sich zwar immer in unserer Gegenwart befindet, lediglich jedoch von Zeit zu Zeit einige Berührungspunkte mit uns teilt. Wir erleben den Tod zuallererst als den Tod anderer. Die Allermeisten kennen wahrscheinlich die Situation als Kind sein geliebtes Haustier zu verlieren oder – wie ich selbst – die Großeltern in der Grundschulzeit. Uns ist der Tod im Grunde unvorstellbar, sodass wir meist gar nicht solange darüber nachdenken, dass auch wir sterben müssen und einmal „nicht mehr da“ sind. Diesen Gedanken wirklich konsequent zuende zu Denken, ist  für die allermeisten Menschen eine große Anstrengung, denn die Angst vor dem Tod wird heute durch die von den Medien verbreiteten Nachrichten vom (vermeintlich) sinnlosen und grausamen Sterben anderer durch Krieg, Terror, Unfälle, Morde und Naturkatastrophen oftmals gesteigert. Aus dieser Angst vor dem Sterben schirmen sich viele vor Krankheit, Alter und Tod ab. Oftmals nehmen Seniorenheime, Krankenhäuser, Hospize und Beerdigungsinstitute uns die Sorge um Alte, Kranke, Sterbende und Tote ab. Auf diese Weise wird Verfall und Tod nicht aus der Welt geschafft, aber man muß sie weniger zur Kenntnis nehmen und kann den Gedanken an das eigene Verlöschen weitgehend verdrängen.

Artikel komplett lesen…

Als am 19.12.2001 der Film “Der Herr der Ringe” unter der Regie von Peter Jackson die Kinoleinwand erreichte, fiel der Blick tausender Leser auf die 1954 erschienene Fantasy-Trilogie des Oxford-Professors J.R.R. Tolkien. Seither tauchen viele Menschen ein in die Welt Mittelerdes, begegnen dort Elben und Zwergen, Zauberern und Hobbits, Orks, Trollen und vielen anderen Wesen einer fremden Welt. Gemeinsam mit dem Hobbit Frodo machen die Leser sich auf, um den einen Ring in das gefürchtete Land Mordor zu bringen, ihn dort in die Flammen des Schicksalsberges zu werfen und so die Macht Saurons, die untrennbar mit dem Ring verbunden ist, zu brechen.

Es ist faszinierend, in die bis ins Kleinste durchdachte Welt und Geschichte Mittelerdes einzutauchen, in der auch die Trilogie “Der Herr der Ringe” nur einen Teil einnimmt. Die weitere Lektüre der Bücher “Der kleine Hobbit” oder “Das Silmarillion” lässt erahnen, wie groß die Welt Tolkiens ist (Shippey 2002, S.31), und weckt Ehrfurcht vor dem Autor, der sie erschuf.

Ein genauerer Blick in den “Herrn der Ringe” sowie in die europäische Geschichte, Märchen und Mythen lässt jedoch erkennen, dass Mittelerde keine von Grund auf neu erschaffene Welt ist. Wie das Buch “Tolkiens Welt – Die mythologischen Quellen des Herrn der Ringe” von David Day (2003) zeigt, fand Tolkien unter anderem in der altnordischen Mythologie, in germanischen, griechischen, römischen und biblischen Geschichten, in den Märchen der Gebrüder Grimm sowie in Völkern und großen Feldherren der europäischen Geschichte zahlreiche Vorbilder für seine Figuren im “Herrn der Ringe” (Day 2003, S.6). Auch Mittelerde selbst ist keine rein erdachte Landschaft sondern ähnelt einem Europa in früheren Zeiten, in dem Großbritannien noch nicht durch Kontinentalverschiebungen von Mitteleuropa getrennt ist (Day 2003, 15ff). Tolkien, der ein immenses Interesse und Wissen an Geschichte, Mythos und Sprache hatte (Geier 2009, S. 8), hat all diese Figuren, Geschichten und historischen Ereignisse aufgegriffen, neu geordnet und zu einer großen Mythologie Europas verarbeitet, wie sie in einem früheren Zeitalter hätte sein können. Er hat sich keine völlig neue Geschichte ausgedacht, sondern unsere Geschichte in einen anderen Blickwinkel gerückt und damit seinen Lesern neu zugänglich gemacht (Day 2003, 13).

Artikel komplett lesen…