Schlagwort: 'Buddhismus'

Sowohl der Buddhismus als auch der Hinduismus kamen vermutlich etwa im 4./5.  Jh. n. Chr. aufgrund des verstärkten Seehandels zwischen Indien und China nach Indonesien. Sie wurden auf Java nicht direkt übernommen, sondern an die lokalen Bedürfnisse angepasst. Die wenigen vorhandenen Quellen dieser Frühzeit beziehen sich jedoch hauptsächlich auf die Staatsreligion, so dass weitgehend unklar bleibt, welche religiösen Formen im Alltag des Volkes praktiziert wurden.

Die Ausbreitung des Buddhismus wurde vor allem von buddhistischen Mönchen vorangetrieben. Diese hatten ihre Lehre schon vor dem 5.  Jh. n. Chr. entlang der Landhandelswege, die sich vom mediterranen Raum bis nach Zentralasien und China ausdehnten, verbreitet. Mit Aufkommen des intensiven Seehandels zwischen Indien und China eröffneten sich für die Mönche neue Reisemöglichkeiten. Aufgrund der wiederkehrenden starken Monsunwinde mussten viele Handelsschiffe auf ihrem Weg für längere Zeit auf Java Halt machen. Der buddhistische Mönch Gunavarman bekehrte bei einem seiner Aufenthalte auf der Insel im frühen 5.  Jh.  n. Chr. einen javanesischen König. Zudem passierten viele buddhistische Pilger auf ihrer Reise von China zu den buddistischen heiligen Stätten in Indien die Insel und beeinflussten die dortige Ausbreitung der Religion weiter.

Weniger deutlich nachzuvollziehen sind die Anfänge des Hinduismus auf Java. Frühe Quellen zeigen, dass im 4.  Jh.  n. Chr. lokale Stammesführer das im Hinduismus vorgestellte Konzept königlicher Herrschaft attraktiv fanden, was vermutlich damit in Zusammenhang steht, dass sie etwa zur gleichen Zeit versuchten, ihren Machtbereich über die Grenzen des eigenen Stammes hinaus auszudehnen. Hinduistische Herrschaftskonzepte stellten dafür eine Rechtfertigungsmöglichkeit dar. Der erste König, der nachweislich hinduistische Ideen aufgriff, war der Herrscher Purnavarman. Dieser markierte sein Territorium mit Skuplturen seiner Fußabdrücke. In einer dazu gehörenden Inschrift werden diese Fußabdrücke mit denen des Gottes Vishnu verglichen.

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Etwa 1300 Jahre nach Buddha Shakyamuni, (http://www.theravada-dhamma.org/blog/?p=6802) dem Begründer des Buddhismus, fand dessen Lehre unter Einfluss des legendären Mahasiddhas Padma Sambhava (wörtlich dem Lotusgeborenen) Einzug in Tibet. Wobei er diese mit speziellen tantrischen Techniken verknüpfte, um die anspruchsvolle indische Philosophie Buddhas dem Bergvolk der Tibeter zu vermitteln. Die dem tibetischen Bönkult vergleichbaren schamanischen Praktiken verbreiteten sich im Zuge der Chinesischen Invasion 1959 und der damit einhergehenden Flucht tibetischer Lamas (buddhistischer Gelehrter) ebenfalls in der westlichen Welt (vgl. Allen S. 201).

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von A. Krol,  s_wauy9x und s_9na3ed

Das Ramakien (deutsch: “Zu Ehren Ramas”) ist die thailändische Fassung des indischen Nationalepos Ramayana und kann als literarischer Beweis des indischen Einflusses auf die thailändische Kultur gedeutet werden. Es gibt zahlreiche Versionen des Ramakien. Die bekannteste und vollständigste Geschichte um den legendären König Ram wurde  1797 von König Rama I verfasst. Er etablierte Bangkok als Hauptstadt und verfasste das Ramakien zur Feier der Einweihung des Royalen Palastes, eines wichtigen Symbols der neuen Hauptstadt. Doch was genau ist eigentlich das Ramayana und wie unterscheidet es sich von der thailändischen Version des Mythos? Artikel komplett lesen…