Schlagwort: 'Chakra'

Viele Menschen des Westens behaupten von sich selbst, Tantriker zu sein oder mit tantrischen Einflüssen in Verbindung gekommen zu sein. Dabei, so sagt Francis King, praktizieren sie wilde Sexualpraktiken oder betreiben maßlosen Drogenkonsum und glauben von sich selbst, ein religiöses Motiv zu verfolgen. Diese selbstbezeichneten Tantriker sollte man mit äußerster Skepsis betrachten, denn sie haben nach King nicht den Sinn der Aussage im Tantra verstanden, der auf die innere Befreiung der vorhanden Energiepotenziale abzielt. Doch was macht einen wahren Tantriker aus? Gibt es Techniken, die jeder Tantriker beherrschen sollte? Und wenn ja, wie sehen diese aus? Artikel komplett lesen…

02. August 2011 von Mirko Koschenz tantra-kontextualisiert2011 0

Tantra bei Arthur Avalon

Es gibt viele Versuche, Tantra zu erklären: sowohl im Osten als auch im Westen. Verschiedene Gesichtspunkte wurden im Laufe der Verbreitung und Bekanntmachung des Tantra in Europa immer wieder besonders hervorgehoben. Der Engländer und Orientalist Arthur Avalon, ein britischer Richter in Indien und Rechtsprofessor an der University of Calcutta, hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, was Tantra für den Westen bedeutet und wie er dort praktiziert wird. Zudem hat er in Indien praktische Erfahrungen gesammelt und sich im Tantra unterrichten lassen. Arthur Avalon (benannt nach der keltischen Sage) wurde unter dem Namen John Woodroffe als Sohn eines Bengaler Anwalts geboren. Nach einem erfolgreichen Studium am University College in Oxford, nahm er eine Stelle als Advokat in Kalkutta an, der Hauptstadt Bengalens. Er wurde Professor an der University of Calcutta. 1902 wurde er Berater der indischen Verwaltung und zwei Jahre später Richter am Calcutta High Court. 1915 wurde er zum Präsidenten dieses Obergerichts ernannt. Nach seiner Rückkehr nach London lehrte er indisches Recht an der University of Oxford. Nach seiner endgültigen Pensionierung lebte er in Frankreich, wo er 1936 starb. Avalon war an indischer Philosophie interessiert und studierte Sanskrit. Er vertiefte sich mit Hilfe eines indischen Gurus in die Lehre des tantrischen Shaktismus (Shaktismus ist einer geläufigen Einteilung zufolge eine der drei großen Hauptrichtungen des Hinduismus neben Shivaismus und Vishnuismus, die die Göttin Shakti quasi monotheistisch als Erlösungs- und Muttergottheit verehrt) und veröffentlichte mehrere Schriften darüber.

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13. Juni 2011 von Katharina Opitz tantra-kontextualisiert2011 0

Yoga im Tantra

Yoga wird in den westlicheuropäischen Ländern immer populärer. Es gibt verschiedene Arten, Yoga zu praktizieren. Oftmals wird es als Übung zur Körperbeherrschung in Fittnessstudios oder zum Angebot zur Entspannung in Medien angeboten. Doch wie wird Yoga  praktiziert und welchen Stellenwert nimmt Yoga im Tantra ein?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, werde  ich zuerst eine kurze Definition von dem Begriff  Yoga, wie er im Tantra verstanden wird, geben. Danach werde ich die wichtigsten Schritte zur Praktizierung von Yoga im Tantra erläutern und zum Schluss die Bedeutung von Yoga im Tantra beschreiben und dazu Stellung beziehen.

Yoga (sadhana) wird im Tantra als Aussetzung der kognitiven Funktionen des Bewusstseins definiert. Ziel ist die Vereinigung von dem individuellen Bewusstsein mit dem höchst erlangbarem Bewusstsein, dass mit einer Gottheit in Verbindung gebracht wird.  Es ist somit ein zentrales Ritual im Tantra, dass ohne die Anwesenheit eines Gurus nicht zu praktizieren ist.