Schlagwort: 'champa'

von Susanne Neddermann und Helena Herbst

Das Volk der Cham, deren Herrschaftsgebiet früher im heutigen Südvietnam lag, hinterließ der Nachwelt einige eindrucksvolle Bauwerke, die nachfolgend thematisiert werden sollen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Tempelbauten und deren Statuen und mythologische Motive. Die Tempel, die zunächst ausschließlich  Ahnen und hinduistischen Göttern gewidmet waren, wurden von Königen und Herrscherfamilien errichtet. Beim näheren Betrachten fallen Abweichungen im Stil der einzelnen Bauelemente auf, die Hinweise auf ihre Erbauungszeit liefern. Trotzdem kann eine vorwiegende Struktur beobachtet werden, in der sich alle Tempel ähneln. Artikel komplett lesen…


von Marit Langheim und Lennart Jäger

Das Gebiet des Champareichs, das vom 2. bis zum 15. Jahrhundert bestand, erstreckte sich über ein Gebiet vom Ngang Pass in der Quang Binh Provinz bis zur südlichen Provinz Quang Ngai in Vietnam. Das Reich war dabei in 4 Regionen unterteilt: der Amarvati und der Vijaya Region im Norden sowie der Kauthara und der Panduranya Region im Süden.

Gegenwärtig macht das Cham-Volk eines der 54 ethnischen Gruppen Vietnams aus. Erstaunlicherweise sind ihre Bräuche, Lebensweise, die Sprache, die Schrift und der Glauben bei den Chams aufrechterhalten worden und werden noch heute praktiziert. Die meisten der Chams leben heutzutage von der Landwirtschaft und der Handarbeit, wobei sie vor allem für das Weben und ihre Töpferkunst bekannt sind. So ist die Cham-Kunst noch heute ein wichtiger Bestandteil der Kunst Südostasiens, wobei insbesondere die religiösen Tempelbauten aus den vergangenen Jahrhunderten an die Kunst und vor allem an die Architektur des Volkes erinnern.

Die Tempel, von denen noch heute Überreste zu bestaunen sind, wurden zwischen dem 7. und dem 17. Jahrhundert erbaut und sind aufgrund von immer wiederkehrenden Bränden und Kriegen vielfach nur noch bedingt oder zu einem kleinen Anteil erhalten. Die Tempel, die vor dem 7. Jahrhundert gebaut worden waren, fielen den bewaffneten Konflikten der frühen Jahrhunderte zum Opfer. Da sie aus Holz gemacht waren und somit leicht niederbrannten, wurden ab dem 7. Jahrhundert beständigere Materialien zum Bau der Tempel verwendet, in erster Linie Backstein sowie Teile aus Sandstein zur Dekoration. Artikel komplett lesen…