Schlagwort: 'grab'

Bestattung und Bestattungsriten sind über die Jahrtausende und Jahrhunderte hinweg eine mit dem Tod fest verankerte und nicht wegzudenkende Verbindung geworden. Dieses Essay soll versuchen die Bestattungsriten der beiden größten Weltreligionen miteinander zu vergleichen und ihre Tradition einander gegenüberzustellen.

Allgemeines zum Tod

Für die meisten Menschen ist der Tod in erster Linie eine nicht zu-erfassende Sache, ein Ding könnte man sagen, dass sich zwar immer in unserer Gegenwart befindet, lediglich jedoch von Zeit zu Zeit einige Berührungspunkte mit uns teilt. Wir erleben den Tod zuallererst als den Tod anderer. Die Allermeisten kennen wahrscheinlich die Situation als Kind sein geliebtes Haustier zu verlieren oder – wie ich selbst – die Großeltern in der Grundschulzeit. Uns ist der Tod im Grunde unvorstellbar, sodass wir meist gar nicht solange darüber nachdenken, dass auch wir sterben müssen und einmal „nicht mehr da“ sind. Diesen Gedanken wirklich konsequent zuende zu Denken, ist  für die allermeisten Menschen eine große Anstrengung, denn die Angst vor dem Tod wird heute durch die von den Medien verbreiteten Nachrichten vom (vermeintlich) sinnlosen und grausamen Sterben anderer durch Krieg, Terror, Unfälle, Morde und Naturkatastrophen oftmals gesteigert. Aus dieser Angst vor dem Sterben schirmen sich viele vor Krankheit, Alter und Tod ab. Oftmals nehmen Seniorenheime, Krankenhäuser, Hospize und Beerdigungsinstitute uns die Sorge um Alte, Kranke, Sterbende und Tote ab. Auf diese Weise wird Verfall und Tod nicht aus der Welt geschafft, aber man muß sie weniger zur Kenntnis nehmen und kann den Gedanken an das eigene Verlöschen weitgehend verdrängen.

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31. August 2011 von Franz Schrader filmabend2011 3

Das Jesus-Grab – Realität oder Mythos?

Nur wenige Dinge in unserer modernen Welt sind so umnebelt und umstritten wie die historische Realität und Bedeutung von Jesus Christus – von Christen als Sohn Gottes angebetet, von Muslimen als ein Prophet unter vielen angesehen und von Religionskritikern als fiktive Person und Aushängeschild der Kirche betitelt. Millionen von Menschen glauben an ihn als Erlöser und an seine Auferweckung von den Toten als Beweis für seine Göttlichkeit. Doch was wäre, wenn die Auferweckung nicht stattgefunden hat? Was wäre, wenn man einen physischen, weltlichen Beweis für Jesus Christus’ Verbleib hätte? Wäre es auch ein Beweis für das Fehlen göttlichen Wirkens? Würde es die Bedeutung von Jesus für das Christentum negieren?

Diese Fragen wurden durch den Dokumentarfilm “Das Jesus-Grab” (englischer Originaltitel: “The Lost Tomb of Jesus”) von Simcha Jacobovici und James Cameron aufgeworfen, der im Rahmen des religionswissenschaftlichen Filmabends zum Thema “Religion und Autorität” präsentiert wurde. Inhalt ist die zufällige Entdeckung eines Grabes in Jerusalem, in dem vermeintliche Beweise gefunden wurden, die dieses Grab Jesus Christus und seiner Familie zuordnen. Die Ausstrahlung des Filmes im Jahre 2007 löste eine weltweite Welle der Faszination und gleichzeitig der Empörung aus. Gläubige wie Wissenschaftler führten heftige Debatten um die Echtheit der Forschungsergebnisse. Diese Streitgespräche dauern bis heute an.

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