Schlagwort: 'Hinduismus'

02. Juni 2011 von Lennart Jäger hinduismus-buddhismus-asien2011 3

Das alte Khmerreich

von Lennart Jäger

In der Zeit von 802-1431 n. Chr. hat sich im heutigen Kambodscha eine Hochkultur entwickelt, deren bedeutendste – uns bekannte – Errungenschaft die Schaffung von riesigen, reich verzierten Tempelanlagen war, die heute zum Weltkulturerbe der Menschheit gehören.

Die Tempelanlagen weisen ein starken indischen Einfluss auf, da dort zahlreiche hinduistische und buddhistische Motive und Statuen dargestellt sind. Zur Erklärung dieser Beeinflussung ist es notwendig noch vor die eigentliche Entstehung des Khmerreiches zu schauen.

Lange vor Beginn der christlichen Zeitzählung lebten schon Menschen im heutigen Kambodscha. Die ersten größeren Städte entstehen 500-400 v. Chr. Es vergeht aber noch einige Zeit bis ein indischer Einfluss nachweisbar ist. Zwar gibt es Anzeichen für Kontakte mit Indien schon weit vor dieser Zeit, aber eine reger Austausch beginnt erst um Christi Geburt. Im Zuge der Beeinflussung aus Indien entstehen mehrere „Staaten“, wobei Staat laut Mabbett und Chandler für eine „structure of authority which employs a corps of officials and soldiers to enforce order and collect economic resources“(1995: 61) steht. Diese ersten Staaten sind keine Vasallen Indiens, sondern selbstständige Staaten mit einer unterschiedlich starken indischen Beeinflussung. Ein Staat der hervorsteht ist Funan, dessen Zentrum am Mekong-Delta liegt.

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Der Hinduismus gehört nicht zu Religionen mit Missionscharakter. Dennoch wurde auch er über den südasiatischen Subkontinent hinausgetragen. In Südostasien wirkten hinduistische Religion, Kultur, Weltsicht und Kunst besonders prägend auf Entwicklungen in der Region ein: ausgedehnte und machtvolle historische hinduistische Königreiche auf südostasiatischem Gebiet beeinflussten alle wichtigen Lebensbereiche. So entstand eine einmalige synthetische Beziehung zwischen den beiden dominanten Religionen des Großgebietes in Asien, zwischen Hinduismus und Buddhismus. Hinduistische Einflüsse wirken in Südostasien bis in die Gegenwart.

Unsere Veranstaltung thematisierte also die beiden in Südasien beheimateten religösen Traditionen – hinduistische und  buddhistische  – und ihre Wechselbeziehung explizit außerhalb ihres Heimatgebietes, in Südostasien.  Nach Einführungen zu Hinduismus und Buddhismus diskutierten wir den religionshistorischen Verlauf des Hinduismus in Südostasien und seine Wirkung auf den Buddhismus dort. Welche Gestalt genau haben die Verflechtungen beider religiöser Systeme, wie ergänzen und bereichern, oder aber beschränken sie sich? Birgt das enge Nebeneinander dieser zwei führenden Religionen auch Konfliktpotenzial? Dafür haben wir spezifische Ausprägungen und Entwicklungen des Hinduismus und dessen Verflechtungen mit buddhistischen Traditionen in verschiedenen Regionen Südostasiens detailliert untersucht. So konnten wir zum Beispiel feststellen, was Ramayana in Südasien und Ramakien in Thailand eint (und trennt), wieso im hinduistischen Khmerreich in Kambodscha die Tempel von Angkor entstanden, wie das Champareich in Vietnam zwischen Hinduismus und Buddhismus existierte, welche einzigartige Synthese Hinduismus und Budhhismus auf Java eingingen, wieso Bali bis heute hinduistisch dominiert ist oder weshalb Sarasvati, die hinduistische Göttin des Wissens und der Künste, selbst in Japan so gefragt ist.

Der Sri Kamadchi-Ampal Tempel Hamm im Web 2.0

von Melanie Beyer

Der Internetauftritt des größten hindu-tamilischen Tempels in ganz Europa muss etwas ganz besonderes sein! So etwas Großes und wichtiges muss gut vermarktet werden, damit es auch Erfolg hat und Menschen anzieht! Erfahrene Internetuser erwarten Videocast, Potcast, Slightshows, Diskussionsforen, Veranstaltungspläne, ein tolles Design, Erzählungen  aus der Vergangenheit, Erfahrungsberichte und und und…

Doch wie wichtig ist die Internetpräsenz wirklich? Braucht ein Verein, eine Gesellschaft, ein Club oder eine Firma eine gute Internetpräsenz, um auch im Gespräch zu bleiben, um noch Leute anzuziehen? Ist man gleich weg von Fenster, wenn man keinen tollen Aufritt im Internet hat? Oder garantiert ein guter Auftritt gar den Erfolg einer Organisation? Das habe ich im Rahmen des Seminars „Hinduismus in Europa und Medien“ mit Hilfe der Seite des Sri Kamadchi Ampal Tempels in Hamm versucht heraus zu finden. Artikel komplett lesen…