Schlagwort: 'kelten'

von Lukas Döhle

Im Folgenden werde ich versuchen, die Postmortalitätsvorstellung der Germanen und Kelten kurz vorzustellen und ein paar Gemeinsamkeiten aufzuzeigen. Besonderen Bezug nehme ich auf die jeweiligen Ansichten des Jenseits. Artikel komplett lesen…

von Bastian Maertens

Die Unterscheidung von Germanen und Kelten ist, aufgrund des zum Teil gemeinsamen kulturellen Erbes, einer geographischen Nachbarschaft und einem auch damit verbundenem kulturellen Austausch über Jahrhunderte, sehr schwierig. Gerade für die späte Bronzezeit und frühe Eisenzeit ist dies aufgrund fehlender literarischer Quellen nicht möglich (Fries-Konoblauch 2002, S. 21). Die einzige Möglichkeit zur Unterscheidung sind archäologische Funde und diese lassen immer noch viel Raum für eigene Interpretationen. Artikel komplett lesen…

Als am 19.12.2001 der Film “Der Herr der Ringe” unter der Regie von Peter Jackson die Kinoleinwand erreichte, fiel der Blick tausender Leser auf die 1954 erschienene Fantasy-Trilogie des Oxford-Professors J.R.R. Tolkien. Seither tauchen viele Menschen ein in die Welt Mittelerdes, begegnen dort Elben und Zwergen, Zauberern und Hobbits, Orks, Trollen und vielen anderen Wesen einer fremden Welt. Gemeinsam mit dem Hobbit Frodo machen die Leser sich auf, um den einen Ring in das gefürchtete Land Mordor zu bringen, ihn dort in die Flammen des Schicksalsberges zu werfen und so die Macht Saurons, die untrennbar mit dem Ring verbunden ist, zu brechen.

Es ist faszinierend, in die bis ins Kleinste durchdachte Welt und Geschichte Mittelerdes einzutauchen, in der auch die Trilogie “Der Herr der Ringe” nur einen Teil einnimmt. Die weitere Lektüre der Bücher “Der kleine Hobbit” oder “Das Silmarillion” lässt erahnen, wie groß die Welt Tolkiens ist (Shippey 2002, S.31), und weckt Ehrfurcht vor dem Autor, der sie erschuf.

Ein genauerer Blick in den “Herrn der Ringe” sowie in die europäische Geschichte, Märchen und Mythen lässt jedoch erkennen, dass Mittelerde keine von Grund auf neu erschaffene Welt ist. Wie das Buch “Tolkiens Welt – Die mythologischen Quellen des Herrn der Ringe” von David Day (2003) zeigt, fand Tolkien unter anderem in der altnordischen Mythologie, in germanischen, griechischen, römischen und biblischen Geschichten, in den Märchen der Gebrüder Grimm sowie in Völkern und großen Feldherren der europäischen Geschichte zahlreiche Vorbilder für seine Figuren im “Herrn der Ringe” (Day 2003, S.6). Auch Mittelerde selbst ist keine rein erdachte Landschaft sondern ähnelt einem Europa in früheren Zeiten, in dem Großbritannien noch nicht durch Kontinentalverschiebungen von Mitteleuropa getrennt ist (Day 2003, 15ff). Tolkien, der ein immenses Interesse und Wissen an Geschichte, Mythos und Sprache hatte (Geier 2009, S. 8), hat all diese Figuren, Geschichten und historischen Ereignisse aufgegriffen, neu geordnet und zu einer großen Mythologie Europas verarbeitet, wie sie in einem früheren Zeitalter hätte sein können. Er hat sich keine völlig neue Geschichte ausgedacht, sondern unsere Geschichte in einen anderen Blickwinkel gerückt und damit seinen Lesern neu zugänglich gemacht (Day 2003, 13).

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