Schlagwort: 'parsen'

von Bianca Stock, Dimitrios Kotrotsos, Tjark Raabe & Stefan Scheel

“Verkünden will ich denn, was mir der Heiligste nannte als das Wort, das zu vernehmen den Sterblichen am meisten fromme; ‘Wer ihm [Zarathustra] um Meinetwillen Gehorsam und Achtung bezeigt, gelangt zu Heil und Unsterblichkeit durch Guten Geistes Werke!- [also sprach Er,] der Allweise Herr” [YASNA, 45,5]

Die mit weltweit etwa 200.000 Anhängern eher bedeutungslos anmutende Größe der zoroastrischen Gemeinde steht in keinem Verhältnis zu ihrer Bedeutung in der Religionsgeschichte. Bleibt die historische Verortung durch die Quellenlage auch weiterhin umstritten, so kann ein möglicherweise wechselseitiger Einfluss auf andere Religionen dennoch nicht von der Hand gewiesen werden (bspw. Totenauferstehung, eschatologischer “Fahrplan”, dämonischer Antagonist). Als prägend sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung eines dualistischen Weltbildes (Gut und Böse; abhängig von zeitlicher Entwicklung und emischer Perspektive: moderne Parsis bspw. betonen den monotheistischen Aspekt ihrer Religion), eines Individual- als auch Kollektivgerichtes nach dem Tode (nach rein “moralischen” Kriterien) sowie die Erwartung einer messianischen Erlösergestalt am Ende der Zeiten und das ewige Leben in einer erneuerten Schöpfung anzusehen. Der Fokus dieses Blogeintrags soll auf postmortalen Zuständen im Zoroastrismus liegen.

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