Schlagwort: 'Pastoren'

Die Dokumentation „Pastoren, Heiler und falsche Propheten“, entwickelt von Gilles Remiche, thematisiert die Heils und Wohlstandsversprechen von charismatischen (TV-) Evangelisten sowie die zunehmende gesellschaftspolitische Bedeutung dieser neuen, prophetischen Bewegung in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Der fünfzig minütige Film ist eine belgisch-französische Produktion aus dem Jahre 2006 und wurde auf ARTE ausgestrahlt. Diese Dokumentation enthält, ähnlich wie die zweite Dokumentation Gilles Remiches „Ghetto Millionaire“ aus dem Jahre 2010, einen sozialkritischen Impetus: Auf die Vorbildfunktionen der Einzelpersonen, in diesem Fall der Heilungsevangelisten, für die Menschen im Kongo wird kritisch eingegangen, insbesondere in Bezug auf den Zugang zum Wohlstand der westlichen Welt.

Artikel komplett lesen…

Filme (sowohl Spielfilme als auch Dokumentationen) thematisieren und nutzen häufig religiöse Motive. Diese Topoi werden zum Teil sehr individuell präsentiert und diskutiert. Dabei lassen sich sowohl religionskritische als auch verklärende oder missionarische Ansätze unterscheiden. Gemein ist jedoch allen Werken, dass sich in ihnen, implizit oder explizit, religiöse Perspektiven in deren jeweiligen historischen, politischen und sozialen Kontexten identifizieren lassen. Darüber hinaus beeinflussen sie auch ihrerseits das rezente religiöse Diskursfeld.

Aber wie lassen sich solche Filme analysieren und als Teil rezenter Religiosität fassen? Im Seminar sollen in einer einführenden Veranstaltung methodische und theoretische Ansätze präsentiert und diskutiert werden. Diese sollen dann im Semesterverlauf an ausgewählten Filmen und Reportagen zum inhaltlichen Schwerpunkt „Religion und Autorität“ angewendet und kritisch diskutiert werden:

Artikel komplett lesen…