Über

Moderne (Massen)Medien wie das Internet und Virtuelle Welten prägen und verändern die religiöse Landschaft und besitzen einen nicht zu vernach-lässigenden Einfluss auf die Identitätsbildung religiöser Akteure. So wurden bereits seit der Frühzeit des Internet in den 1990er Jahren religiöse Themen auf Webseiten, in Newsgroups und auf Mailing Listen dargestellt und diskutiert. Mit dem Wandel der Technik bzw. deren geänderte Wahrnehmung durch ihre Nutzer sind in den letzten 3 bis 4 Jahren zu den meist eher statischen Webseiten, die bislang die religiöse Topographie des Internet dominierten, Anwendungen hinzugekommen, die gemeinhin unter den Begriffen “Web 2.0″ oder “Social Media” zusammengefasst werden und derzeit dabei sind, die Darstellung und Wahrnehmung von Religionen im Internet nachhaltig zu verändern. Wie sehen diese Veränderungen aus und wie kann man sie untersuchen? Wie geht man mit diesen neuen Formen rezenter Kommunikationskultur um und wie sieht das Methodenspektrum zu ihrer Analyse aus?

Dieses Blog ist der Nachfolger von Webreligion und entstand als Experiment im Rahmen des religionswissenschaftlichen Proseminars “‘The Internet is the Trailer Park for the Soul’ – Web 2.0-Anwendungen als religionswissenschaftlicher Gegenstand und religionsgeschichtliche Quelle” als Kooperation zwischen den religionswissenschaftlichen Instituten an den Universitäten Heidelberg und Bremen.

Mit dem jetzigen Blog soll den Studierenden eine eine digitale “Spielwiese” geboten werden, um unbefangen das Erproben von Web 2.0 zu ermöglichen. Es wird von der Religionswissenschaft Bremen unter der Federführung von Kerstin Radde-Antweiler betreut und in verschiedenen thematisch orientierten Seminaren eingesetzt.